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Spritzenhaus

Das alte Germeter Spritzenhaus an der Straße Hainangerbefindet sich heute in Privatbesitz. Das Haus war aber von 1928 bis 1964 Heimat der Freiwilligen Feuerwehr Germete.

Der Name „Spritzenhaus“ wurde aufgrund der damaligen Feuerlöschgeräte gewählt. Bis Anfang der 20er Jahre kamen die sogenannten „Feuerspritzen“ zum Einsatz. Diese mussten von Pferden oder Löschmannschaften zum Einsatzort gezogen werden.

Ob das historische Germeter Spritzenhaus schon vor seiner Nutzung durch die Feuerwehr gebaut worden ist, kann im Dorf niemand mehr mit Bestimmtheit sagen. Fakt ist, dass das Haus von der Kirche und Schule abgesehen, das einzige öffentliche Gebäude im Ort war.

Im Feuerwehrhaus stand eine von Pferden oder von Hand gezogene Handdruckspritze, Pferde mussten zur Not mitgebracht werden. Jeder Hauseigentümer war verpflichtet, einen Löscheimer aus Segeltuch oder ähnlichem Material zu besitzen. Im Brandfall war jeder Bürger dazu verdonnert,  mit seinem Eimer die Pumpe mit Wasser zu versorgen oder Löschmaßnahmen einzuleiten.  Das Schlauchmaterial bestand nicht wie heute aus Kunstfaser, sondern aus Hanf, die Kuppplungen nicht wie heute aus Aluminium, sondern aus einer schweren Messingkupplung.

Nach dem Einsatz wurde das Schlauchmaterial zum Trocken in den Turm gehängt,  auf dem Dach ist die Vorrichtung noch sichtbar.

Erst 1949 bekam Germete eine Motorspritze auf einem Anhänger. Und 1964 zog die Feuerwehr vom Hainager in das neue Feuwehrhaus in die Straße „Am Spritzenhaus“. Das alte  Feuwehrhaus ging 1982 in den Besitz von Joseph Vonde über. Die Familie nutzte es als Garage und Werkstatt. 2005 kaufte es Rainer Koch und ist bis heute Besitzer der Immobilie.

Neubau des Gerätehauses:

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Kuriosität am Rande: Da das ate Spritzenhaus einen  extra abschließbaren Raum besitzt wurden zuletzt nach dem Frühschoppen am Schützenfestmontag Schützenbrüder, die sicht nicht ehrenhaft benommen haben, dort eingesperrt.

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